Faschingsverein Seßlach e. V. 1971

Zweite Vortänzerin gesucht

Der Seßlacher Faschingsverein möchte ein kleines Tanzmariechen ausbilden – und bat zum Casting.


Spielerisch soll beim Faschingsverein Seßlach ein kleines Tanzmariechen an seine Rolle herangeführt werden. Zum ersten Probetermin kam einzig Laura Müller (links) Beim Fangspiel mit dem großen Tanzmariechen Mia Thein, Trainerin Luisa Fischer und Merle Rottmann (von links) legte die junge Seßlacherin ihre anfängliche Scheu allmählich ab.Bettina Knauth

„Ich heiße Mia und meine Hobbys sind Turnen und Tanzen.“ Für ein Tanzmariechen bringt die gelenkige Mia Thein aus Seßlach die idealen Voraussetzungen mit. Seit fünf Jahren zieht die heute Zwölfjährige bei ihren Auftritten für den Seßlacher Faschingsverein alle Blicke auf sich. Auch Laura Müller mag Tanz und Musik. Die fünfjährige Seßlacherin könnte eines Tages Mias Nachfolgerin werden.

Nein, ans Aufhören denkt die Ältere nicht. Doch Jens-Peter Scholz, Präsident des Faschingsvereins, möchte auf Nummer Sicher gehen und eine potenzielle Nachfolgerin langsam aufbauen. Deshalb lud der Faschingsverein über das Amts- und Mitteilungsblatt der Stadt Seßlach Mädchen zu einer Art Casting in die Seßlacher Schule ein. „Wir suchen zusätzlich ein kleines Tanzmariechen“, bestätigte Scholz zu Beginn der Schnupperstunde.

Große Auswahl bot sich den Verantwortlichen des Faschingsvereins Seßlach nicht. Als einzige Interessentin erschien Laura. Und sie war mächtig beeindruckt von gleich drei Trainerinnen sowie dem Präsidenten des Vereins. Etwas eingeschüchtert verbarg die Kleine ihr Gesicht und mochte, einmal angesprochen, überhaupt nicht antworten. Auch zur Überraschung ihrer Mutter Christine Müller. „Zuhause singt und tanzt sie viel“, berichtete die Seßlacherin. Vor allem, wenn sie die Musik aus dem Animationsfilm „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ höre, gebe es kein Halten für das Mädchen.

Luisa Fischer hatte somit genau die richtige Musik ausgewählt, um die schüchterne Aspirantin aus der Reserve zu locken. „Wir fangen einfach mal an und wenn du Lust hast, machst du einfach mit“, erläuterte die Trainerin des Tanzmariechens, als Laura ihrer Aufforderung zum Mittanzen nicht nachkommen wollte.

Die langjährige Gardetänzerin hat vor kurzem von Carina Schäfer die Aufgabe übernommen, Mia weiter auszubilden, die Choreografie für jede Saison auszuarbeiten und die passende Musik auszusuchen. Mias frühere Trainerin konzentriert sich als zweifache Mutter derweil auf das Training der Jugendgarde und ist voll des Lobs über ihre Nachfolgerin. Schäfer: „Luisa macht das toll!“

Doch zunächst zündete deren Idee mit dem Eiskönigin-Tanz „Lass jetzt los“ mit bunten Tüchern nicht. „Der Schritt von der Gruppe allein auf die Bühne ist groß“, erläuterte Scholz. Auf Nachfrage mochte kein Mitglied der Krümelgarde, des jüngsten Nachwuchses des Vereins, den Schritt zum Solo-Auftritt wagen.

Merle Rottmann ist ebenso jung wie Laura. Sie hätte das nötige Selbstbewusstsein und war am Freitag bereits mit dem notwendigen Spaß bei der Sache. Doch Merle ist nur als Begleitung ihrer Mutter Doreen Rottmann ins Musikzimmer gekommen. Die Trainerin der Prinzengarde wollte ebenfalls ein Auge auf die potenziellen Tanzmariechen werfen und hatte Merle dazu mitgebracht. Die Mama „bremse ihre Tochter aus“, hieß es. Rottmann bestätigt das: „Merle geht bereits zum Ballett und zum Voltigieren“, gibt die junge Mutter zu bedenken. Und bald komme ja auch noch die Schule dazu.

Auch Laura wird seit vier Wochen in Ballett unterrichtet, während Mia erzählt, sie habe vor ihrer Rolle als Mariechen „nur geturnt und nicht getanzt“. Was muss denn ihrer Meinung nach die Solotänzerin mitbringen?

„Sie muss mutig sein, über Taktgefühl verfügen, Spaß an ihrer Rolle haben und gern im Mittelpunkt stehen“, zählt Mia auf. Doch Laura bleibt skeptisch und würde sich am liebsten verstecken. Erst als Luisa sie fragt: „Was macht ihr denn beim Ballett?“, taut die junge Seßlacherin langsam auf. Laura erläutert ein Fangspiel mit Hai und Sirene – und läuft kurz darauf mit Mia, Luisa und Merle kreuz und quer durch den Raum. Nach zwei weiteren Fangspielen mit Maus und Krake sowie Frosch und Meerjungfrau ist Laura dann so weit – und beteiligt sich ebenfalls am Tanzen.

„Das war ein erster Versuch“, äußerte sich Scholz im Nachhinein. Laura soll nun bei den Proben dazustoßen. Dass nur ein Mädchen erschien, führt der Vorsitzende auf die Angst vor zu hohen Erwartungen zurück. „Ein Tanzmariechen muss nicht gleich ein Rad oder einen Überschlag können“, stellte Scholz klar, „es muss allerdings Spaß am Tanzen haben.“

Vielleicht habe die Ausschreibung Bewerberinnen abgeschreckt. Bei den Bunten Abenden, für die es noch Karten gibt, will der Präsident noch einmal für Tanzmariechen-Nachwuchs i werben. „Auch Jungen können sich melden“, fügte Scholz hinzu. Er könne sich auch ein Tanzpaar vorstellen.

Infos Herkunft Das Tanzmariechen (auch Funke(n)mariechen oder Regimentstochter) ist in vielen Faschings-, Karnevals- oder Fastnachtsvereinen zu finden: Einzeln, gemeinsam mit einem Tanzoffizier oder zu mehreren als Garde treten die Mariechen auf, meist zu Marsch- oder Polka-, heute auch zu moderner Musik. Typischerweise tragen Tanzmariechen dabei uniformähnliche Kostüme, bei denen heute ein Kleid mit Plissee-Rock die Hose ersetzt.

Wandel Die aus dem Rheinland stammende traditionelle Karnevalsfigur geht auf die Marketenderinnen im mittelalterlichen Militärwesen zurück und war ursprünglich eine männliche Rolle. Erst in der NS-Zeit übernahmen diese Tänzerinnen, um unerwünschte homosexuelle Anspielungen zu vermeiden.

Voraussetzungen Um als Tanzmariechen gute Leistungen zu bringen, sind gymnastisches und tänzerisches Talent, Ausdauer, Geduld und viel Übung erforderlich. Gerade beim Solotanz kommen zum Spagat weitere akrobatische Elemente wie Flickflack hinzu. Gelenkigkeit, Körperspannung, Leidenschaft und die Bereitschaft im Mittelpunkt zu stehen sind unverzichtbar. Dafür winken dem Tanzmariechen viel Applaus und die Rolle als Star der Show und Aushängeschild des Vereins.

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Wir möchten darüber informieren, dass es für unsere Bunten Abende 🎭🎉 im Januar (18.,19.,25, und 26.01.2019) noch Karten 🎫 gibt.
Diese können ab sofort bei unserem Kassierer Immo Küchler (📱0151/27580426 oder 📧 immo7@gmx.de) erworben werden.
Für beide Samstage sind noch Restkarten 🎫 erhältlich.
An den Freitags-Veranstaltungen sind auch noch Bestellungen größerer Gruppen 👥 möglich.

Die neuen Regenten heißen Marcel und Sophia


Sophia Gromhaus (Hafenpreppach) und Marcel Meixner (Oberelldorf) regieren als Sophia I und Marcel III. in dieser Session die Seßlacher Narren. Am gestrigen Sonntag übernahmen sie symbolisch den Rathausschlüssel aus der Hand des kommissarischen Bürgermeisters Wolfgang Pfister. Wegen der Rathaussanierung die „Machtübernahme“ in diesem Jahr vor der Alten Schule statt. Foto: Bettina Knauth

In Seßlach haben die Narren das Zepter übernommen: Marcel III. aus Oberelldorf und seine Lieblichkeit Sophia I. aus Hafenpreppach erhielten die Insignien von ihren Vorgängern Lukas I. (Haarth) und Juliana I. (Hergramsdorf).

„Was ist denn nur in Seßlach alles geschehen?“, wunderte sich die neue Prinzessin. Vieles war neu an diesem Rathaussturm: Statt auf der Treppe des Verwaltungsgebäudes fand die Machtübernahme heuer wegen dessen Sanierung vor der Alten Schule in der Luitpoldstraße statt. Dieses dient der Verwaltung derzeit als weiteres Ausweichquartier. Statt Bürgermeister Martin Mittag (CSU), der in den Bayerischen Landtag wechselte, übergab sein Stellvertreter Wolfgang Pfister als kommissarischer Rathauschef den großen Schlüssel. Scholz lieferte gleich die Erklärung für die farblos ausgefallene sanierte Fassade des Rathauses: „Die wird bestimmt passend zur Partei des nächsten Bürgermeisters gestrichen!“

Seßlach bekommt auch noch ein Kinderprinzenpaar! Gleich nach dem Rathaussturm meldete sich eine junge Dame, die gern Prinzessin werden möchte. Inzwischen hat sie auch ihren Prinzen gefunden. Die Namen wollte Präsident Jens-Peter Scholz noch nicht verraten. Das Kinderprinzenpaar soll beim Bunten Abend am 18. Januar 2019 vorgestellt werden.

Das neue Prinzenpaar, Marcel Meixner und Sophia Gromhaus, freut sich bereits auf seine Auftritte, vor allem auf die „Heimspiele“ im Sportheim des DJK/FC Seßlach. Es wird wieder vier Bunte Abende geben: am 18., 19., 25. und 26. Januar 2019. „Allerdings sind die Samstage bereits ausverkauft“, informiert Kassierer Immo Küchler. Für den 18. und den 25. Januar können Schnellentschlossene bei ihm noch Karten bestellen (Telefon 09569/729, Mobil 0151/27580426, E-Mail: immo7@gmx.de ). Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Am Wahlsonntag, 27. Januar, beginnt um 14 Uhr der Seniorennachmittag. Der Kinderfasching steigt am 10. Februar, ebenfalls um 14 Uhr. Höhepunkt der Session wird der Umzug durch die Seßlacher Altstadt am Faschingsdienstag sein.

Faschingsverein Sesslach

Hallo ihr Leute aufgepasst🤗!!!
Damit uns keiner die Bunten Abende 2019 verpasst😄!
Für unsere Freitag Abende am 18. und 25.01.2019 haben wir noch Karten.
Diese können ab sofort bei unserem Kassierer Immo Küchler (Tel. 09569-729, Mobil 0151-27580426 oder Mail immo7@gmx.de) erworben werden. 
Für beide Samstage sind leider keine Karten mehr erhältlich🙈.
Auf eine tolle Schau🎭👸🤴🎉 egal wann 
Hauptsache ihr seit mit dabei dann.

Wir hoffen, dass auch unsere anstehende Veranstaltung, der Faschingsauftakt am Sonntag 11.11.2018 um 11.11 Uhr fleißig besucht wird. Aufgrund der Baustelle🏗🚧 im Rathaus, findet dieser – wie bereits mitgeteilt in diesem Jahr an der „Alten Schule“ statt.

Dann geht es endlich los😊,
wir hoffen diese Saison wird wieder Famos.

Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Zeit.